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By Walther Müller-Jentsch

Die in dem Band versammelten Aufsätze sind zentrale Beiträge des Autors zur Etablierung der ? Industriellen Beziehungen? als einer ? nach angelsächsischem Vorbild ? sozialwissenschaftlichen Teildisziplin. Sie reflektieren Genese und Entwicklung, erörtern Wesen und Funktion von Institutionen und Akteuren des Arbeitsmarktes und der Arbeitsbeziehungen. Dabei handelt es sich um Institutionen, die dem Widerspruch zwischen dem prestige des freien Bürgers und seiner sozialen Unterlegenheit als Lohnabhängiger ? als ? Fabrikuntertan? ? entsprangen und die daraus resultierenden Konflikte bearbeiten. Einleitend wird das ihm zugrunde liegende Spannungsverhältnis zwischen dem Wirtschaftssystem des Kapitalismus und der Zivilgesellschaft mit ihrer politischen Verfassung dargestellt. Die weiteren Themenbereiche ? Gewerkschaften und Tarifautonomie, Mitbestimmung in Organisationen und Theorien industrieller Beziehungen ? fächern das Spektrum der die Warenfiktion der Arbeit kompensierenden ? industriellen Bürgerrechte? (T. H. Marshall) auf. Zugleich thematisieren sie die heutige Problematik mit den Herausforderungen der Globalisierung durch die Infragestellung des rheinischen Kapitalismus.

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Neueren Untersuchungen – etwa der von Joachim Raschke über „Soziale Bewegungen“ (1985) – ist zu entnehmen, dass die Ökologiebewegung sich aus Gruppen rekrutiert, die nicht dem sozialstrukturellen Kern, sondern eher der Peripherie des technisch-industriellen Systems zuzurechnen sind: Humandienstleistende, geistes- und sozialwissenschaftliche Intelligenz sowie Randgruppen, vor allem solche mit höherem Bildungsniveau. Ob die Ökologiebewegung zu einer ähnlich starken Bewegung wie einst die Arbeiterbewegung sich entwickeln kann und vergleichbare Reformen für ihre Ziele durchzusetzen vermag, ist schwer vorauszusehen.

Des weiteren ist anzumerken, dass beide Formen zeitweilig koexistieren können, freilich auf Dauer nur bei eindeutiger Dominanz der einen über die andere. Welche Form betrieblicher Interessenvertretung auch immer sich durchsetzt, das Management wird sich mit ihr arrangieren müssen, um den Ablauf des Produktionsprozesses möglichst störungsfrei zu halten. Das betriebliche Konfliktpotential ist am ehesten durch eine kooperative Zusammenarbeit mit der Belegschaftsvertretung auszuschalten und zu neutralisieren.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich während der ersten industriellen Revolution ein Management ausdifferenzierte, zu dessen Aufgaben die Beaufsichtigung und Kombination der Arbeitenden gehörte. Die uns heute geläufigen übrigen Funktionen des Managements kamen erst später hinzu. Das Management formal freier Arbeitskräfte in großer Zahl unter einem Dach war weitgehend ohne historisches Vorbild. Es schuf sich seine eigenen Formen unter Anknüpfung an vor- und protoindustrielle Produktionsformen (zum Beispiel staatliche und militärische Großprojekte, Verlagssystem und Manufaktur).

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